Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Bad Saulgau – Abteilung Fulgenstadt in der Mehrzweckhalle Fulgenstadt blickte Abteilungskommandant Christian Oehler auf ein stabiles und arbeitsreiches Feuerwehrjahr 2025 zurück.
Er erinnerte unter anderem an herausfordernde Einsatzlagen, wie die mehreren hundert Liter ausgelaufener Diesel in der Baustelle der Durchgangsstraße, sowie den Amok-Alarm im Berufsschulzentrum Bad Saulgau, der sich glücklicherweise als Fehlalarm entpuppte. Vor allem hier zeigte sich erneut der hohe Einsatzmehrwert moderner Drohnentechnik für die Erkundung, die Lagedarstellung und die Dokumentation, der in Fulgenstadt stationierten Drohnengruppe.
Die Drohnengruppe der Feuerwehr Bad Saulgau hat sich in den vergangenen Jahren als unverzichtbarer Bestandteil der Einsatzunterstützung etabliert und wurde vielfach im Stadtgebiet sowie zur Überlandhilfe alarmiert.
Oehler ermahnte, dass weltpolitische, aber auch gesellschaftliche Veränderungen dazu beitragen, dass Einsatzlagen komplexer werden und eine wachsende Sensibilisierung für mögliche Bedrohungen, ein verändertes Sicherheitsbewusstsein, aber auch zunehmende soziale Spannungen die Einsatzlagen der Feuerwehrwehren spürbar verändern.
Hier sind gut ausgebildete Einsatzkräfte, adäquate Ausstattung und Technik sowie ein hohes Maß an Engagement und Motivation die Grundlage zum erfolgreichen Schutz der Bevölkerung und Umwelt.
Rückblickend wurde an die verschiedenen Einsatz- und Übungsszenarien erinnert, aber auch an Veranstaltungen neben dem Einsatz- und Übungsdienst, welche die Kameradschaft stärkten.
Im Jahr 2025 konnten unter anderem zwei junge Führungskräfte zu Gruppenführern ausgebildet, sowie weitere Standartausbildungen absolviert werden.
Zum Jahresende 2025 absolvierten 52 Einsatzkräfte Ihren Dienst am Nächsten, aufgeteilt in die Löschgruppen Fulgenstadt, Friedberg und Wolfartsweiler.
Für die Sicherstellung des Nachwuchses konnte Oehler die erfreuliche Mitteilung geben, dass die Jugendfeuerwehr der Abteilung unter der federführenden Leitung von Fabian Gittinger im neuen Jahr reaktiviert wird. Eine starke und erfolgreiche Nachwuchsarbeit sichert nicht nur der Einsatzkräftebestand der Zukunft, es werden auch Ideale wie Gemeinschaft, Verantwortung und Zusammenhalt vermittelt.
Sein besonderer Dank galt neben den Mitgliedern der Einsatzabteilung auch deren Familien und Arbeitgebern, aber auch der Stadt- und Ortsverwaltungen, sowie dem Gemeinderat und der Feuerwehrführung unter Stadtbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck.
Schriftführer Pascal Migdad zeigte in seinem Bericht den Rückblick über 24 absolvierte Einsätze und Dienste mit einen Stundenvolumen von rund 245 Stunden.
Kassenverwalter Christian Reck berichtete über den soliden Kassenstand, der mit einem kleinen, aber verschmerzbaren Defizit abgeschlossen wurde. Von den Kassenprüfern wurde eine tadellose und ordentliche Kassenführung bestätigt.
So konnte im Anschluss Fulgenstadts Ortvorsteher Karl Widmann eine einstimmige Entlastung abrufen.
In seinem Grußwort, stellvertretend für alle drei Ortschaften und Ortsvorsteher, zollte er hohen Respekt und Anerkennung für das Engagement, die stetige Einsatzbereitschaft und die schnelle und professionelle Hilfe am Nächsten. Zudem lobte er die gute Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der drei Löschgruppen, die einen wichtigen und nicht wegzudenkenden Beitrag für das Gemeinwohl und die Dorfgemeinschaften leisten. Hierfür sprach er seinen Dank, Respekt und Anerkennung aus.
Vor den anstehenden Beförderungen ergriff Markus Eisele als stellv. Stadtbrandmeister das Wort und sprach Lob und Dank für das im vergangenen Jahr geleistete aus. Auch er betonte die Arbeit der Drohnengruppe. Als herausragende und erfolgreiche Sondergruppe der Feuerwehr Bad Saulgau, biete sie doch eine enormen Einsatzgewinn.
Beförderungen
- Andreas Ried zum Feuerwehrmann
- Daniel Feyrer und Lukas Frauenhofer zum Oberfeuerwehrmann
- Katharina Scheffold zur Hauptfeuerwehrfrau
- Björn Blaser zum Hauptfeuerwehrmann
- Pascal Migdad und Stefan Vogelmann zu Löschmeistern
- Tobias Feyrer zum Oberlöschmeister
- Florian Jäger zum Hauptlöschmeister
Für 15 Jahre im Feuerwehrdienst erhielt Sebastian Knittel das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze.
Ein besonderer und emotionaler Punkt der Versammlung galt der Verabschiedung von Thomas Bosch, der nach über 30 Jahren im Feuerwehrdienst zum Jahresende 2025 aufgrund Erreichens der Altersgrenze aus dem Einsatzdienst ausschied.
Kamerad Bosch wurde daher durch Abteilungskommandant Oehler und stellv. Stadtbrandmeister Eisele zum Ehrenmitglied ernannt, verbunden mit dem Dank für jahrzehntelangen Einsatz und Engagement für die Feuerwehr. Neben verschiedenen Ämtern die er belegte, war er immer ein zuverlässiger und beständiger Kamerad mit besonderen Fähigkeiten, die nicht zuletzt beim hohen Stundeneinsatz beim Umbau des Feuerwehhauses in Friedberg zum Tragen kam.
Auch die gelebte Kameradschaft und die Organisationsstärke beim Thema Versorgung und Verpflegung zeichnen ihn aus. Verbunden mit dem Dank für alles und mit lang anhaltendem Stehapplaus der Versammlung wurde ihm die Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied und ein Abschiedspräsent überreicht.