Chronik

Chronik

Die Geschichte der Bad Saulgauer Feuerwehr

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1535
1538
1730
1733
1756
1764
1806
1808
1820
1830
1844
1849
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1998
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2000
2001
2002
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2005
2006
2007

1239

Gründung der Stadt Saulgau

1535

Erster amtlicher Nachweis von bereitstellen der Feuerlöschkübel

1538

Aus den Reihen der Jung- und Neubürger, wurden 24 Mitglieder des Brennfähnleins zusammengestellt. Es fand also immer wieder eine Verjüngung dieser Alarmmannschaft statt.

1730

Zu dieser Zeit gab es schon Feuerspritzen. Leider gibt es über die Art und das Aussehen dieser Feuerspritzen keinerlei Information.

1733

Aus der Geschichte der Stadt ist ein Großfeuer bekannt, das in diesem Jahr, zwischen dem oberen Tor und der damaligen Stadtwirtschaft wütete. Dieses Feuer zerstörte ca. 40 Behausungen.

1756

Neufassung der Statuten für das Brandfähnle

1764

Gliederung der Mannschaft: 24 Mann sofortiges einfinden an der Brandstelle, 30 Mann namentlich zu den Leitern und zu den Feuerhaken eingeteilt, 26 Mann waren für die Große Feuerspritze eingeteilt, 18 Mann für die mittlere und 16 Mann für die Kleine Spritze, 4 Mann hatten die Handspritze zu bedienen und 9 Mann waren eingeteilt zum anschwellen des Stadtbaches, um ausreichend Wasser zur Verfügung zu haben. Im selben Jahr wurde die  Feuersozietät ( Feuerversicherung) eingeführt.

1806

Mit dem Übergang der Stadt Saulgau an das von Napoleons Gnaden gebildete Königreich Württemberg begann auch für die hiesige Feuerwehr ein neues Kapitel. Durch den Stadtbaumeister Johann Wetzel wurde ein Verzeichnis über die vorhanden Löschinstrumente aufgestellt. So verfügte die Stadt über 3 Große und 2 kleine Feuerspritzen, 4 Wasserstanden, 80 Feuerkübel, 19 Feuerhaken, 4 Feueräxte und 4 Feuerleitern.Bei den regelmäßigen Feuerschauen musste ab diesem Zeitpunkt ein Kaminfeger anwesend sein.

1808

Ein Abschnitt der Generalverordnung des Feuer-Polizei-Gesetzes war der Feuerlöschmannschaft gewidmet. Hauptmerkmal dabei war die grundsätzliche Verpflichtung der gesamten Bürgerschaft, sich an den Löscharbeiten zu beteiligen. Ausdrücklich wird jedes Abseitsstehen und bloßes Zusehen mit Strafe bedroht.

1820

Brannte es zwischen der Hauptstrasse und der Scheuergasse bis hin zum Kinotheater Burth. Das ganze Viertel wurde in Schutt und Asche gelegt.

1830

Erließ Bürgergardehauptmann Stützle die Anordnung wonach 23 Mann der Garde zur Bewachung des ausgeräumten Hausrates eingeteilt wurde.

1844

Für Saulgau liegt eine solche lokale Feuerlöschordnung vor, sogar in gedruckter Form. Darin sind die Namenslisten für alle als notwendigen erachteten Funktionen angehängt: Löschmeister, Sturmläuter, Feuertrommler, Feuerreiter, Leute zum Abholen der Gräte von den Lagerorten, Die Wasserleitungsmannschaft, Spritzenmeister, Retter in den Amtshäuser, Bewacher des geretteten Mobiliars

1849

Erlass der Kreisregierung des Donaukreises in Ulm, über die Bildung einer besser organisierten und eingeübten Feuerwehr

1853

Erschien im Saulgauer Amts- und Intelligenzblatt der Aufruf zur Meldung für eine freiwillige Feuerwehr, die man damals als Steigerkompanie bezeichnete.

1857

Umformierung der Steigerkompanie zur Freiwilligen Feuerwehr dies wurde komisarisch geführt da kein Kommandant gefunden werden konnte der sich bereit erklärte dieses Amt zu übernehmen

1858

Erfolgte ein Aufruf des Stadtschultheißen Neidlein in der Saulgauer Tageszeitung zur Freiwilligen Meldung für eine Steigerkompanie, auf den hin sich 40 freiwillige meldeten.

1861

Nach der abschließenden Beratung der neuen Statuten der neu organisierten und nunmehr freiwilligen Feuerwehr, wurde der Mechaniker Konrad Hiller zum ersten Kommandanten gewählt.

1862

Bewilligte der Gemeinderat eine stattliche Summe von 1500 Gulden um die Ausrüstung auf den neusten stand zu bringen. Des weiteren wurde die neue Steigerkompanie durch 2 Instrukteure aus Biberach mit ihren Aufgaben vertraut gemacht, d.h. es wurde mit regelmäßig abzuhaltenden Übungen begonnen. Zur Sprache kam auch die Einführung einer Feuerwehrabgabe, von der man sich nur durch eine 6jährigen Verpflichtung zum Feuerwehrdienst befreien konnte.

1869

Mit welchem Eifer an der Verbesserung der Ausrüstung der Feuerwehr gearbeitet wurde, beweist auch ein Vorfall bei einer Übung am 02.05.1869, bei der ein Mitglied der Steigermannschaft ums Leben kam.

1890

Bau der ersten städtischen Wasserleitung

1892

Wurde die Feuerwehr vom Oberamt folgendermaßen organisiert: Kommandant, Adjutant, Hornist, Standartenträger, Feuerwehrarzt1. Kompanie: Steiger 44 Mann, Retter 22 Mann, Hydrantenabteilung 36 Mann Macht gesamt 102 Mann2. Kompanie: Bedienungsmannschaft zweier Saugfahrspritzen 44 Mann3. Kompanie: Bedienungsmannschaft Trag- und Handspritzen mit Büttenträger, der Wach- und Flüchtungsmannschaft 97 MannSomit betrug die gesamt Mannschaftsstärke 248 Freiwillige.

1907

Wurde das Pflichtalter von 50 Jahren auf 45 Jahren reduziert. Am 30 Juni brannte das Scheuerwesen des Posthalters Kleber nieder.

1911

Brandfall Lindenmühle: Wohn und Mühlgebäude brannten bis auf die Grundmauer nieder.

1912

Wurde der Löschzug durchs Telefon alarmiert

1913

Waren mehrere größere Brände für die Feuerwehr Saulgau

1917

Wurden die Kirchenglocken für die Rüstungsindustrie abgeliefert. Und die Feuerwehr ihres wichtigsten Alarmmittel beraubt.

1921

Installation einer Alarmanlage (Sirene) auf dem Dach der Pfarrkirche verbunden mit einer Weckerlinie für 30 Mann zu einem Angebotspreis von 667001 Mark(beginnende Inflation)

1923

Wurden die Uniformen für die 30 Mann für einen Wert von 60000 Mark beschafft. Im gleichem Jahr wurden 300m Hanfschläuche, 4 Hakenleitern und zwei Minimax-Apparate zum Preis von rd. 5 Millionen Mark angeschafft( Höhepunkt der Inflation).

1925

Die erste Kompanie wurde mit Uniformen ausgerüstet.

1930

Erste Hauptübung mit der Magirus Großmotorenspritze

1931

Gründung der Jugendfeuerwehr

1933

Großbrand eines 60 Meter langen Lagerschuppen der Firma Platz

1934

Gasthof Bären, ein altes Haus das viel von der Saulgauer Geschichte erzählen könnte, brannte vollständig nieder

1938

Großbrand der Möbelfabrik Staud

1939

Kam der Liefervertrag für eine Kraftspritze KSV 115 für den Preis von 18513 Reichsmark zustande.

1940

Wurde ein Personenwagen samt Anhänger zur Beförderung einer Kleinmotorspritze sowie auch Schaumlöschgeräte angeschafft. Indienststellung der neuen TS 8 Magirus Goliath.

1941

Wurde nach langem warten und wiederholter Beschlagnahmung für die Stadt Saulgau das erste Löschgruppenfahrzeug LF 15 mit eingebauten 400 Liter Tank von Magirus Ulm geliefert.

1944

Nach schweren Luftangriffen auf Friedrichshafen und Ulm, wurde das Löschfahrzeug zum jeweiligen Einsatz befohlen.

1945

Im April musste die Weckerlinie mehrmals nach Luftangriffen nach Mengen zur Brandbekämpfung.Am 21. April fuhr das Löschfahrzeug zum letzten Mal auf einen Tarnplatz in der Schießstatt anlässlich eines Panzeralarms, als die Franzosen in Saulgau einmarschierten.

1948

Scheunengroßbrand in Alleshausen am Federsee. Der Brand blieb manchem Feuerwehrkameraden in unangenehmer Erinnerung, weil wegen Wassermangel mit Gülle gespritzt wurde. Die Feuerwehren Seekirch und Buchau waren ebenfalls im Einsatz.

1953

Es dürfte wohl der größte Brand gewesen sein, den Saulgau und die Feuerwehr bis dato erlebt haben. Die Möbelfabrik Staud, Max-Eyth-Straße, fiel am 11.11.1953 den Flammen zum Opfer. Auch die herbeigerufenen Wehren Mengen, Sigmaringen und Ravensburg konnten das Abrennen bis auf die Grundmauern nicht verhindern. Schaden etwa 3 Millionen DM

1958

Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 16 von Magirus

1960

Großbrand Möbelfabrik Kettenacker Dürmentingen

1966

Ein weiteres Großfahrzeug Mercedes LF 16 TS wurde der Feuerwehr übergeben und bei der Hauptübung vorgeführt.

1972

Handfunksprechgeräte wurden aus eigenen Mitteln angeschafft. Später wurde dann sämtliche Fahrzeuge mit normgerechten Feuerwehr Funkgeräte und einer Feststation im Grätehaus ausgestattet. Die Weckerlinie wurde abgeschafft und alle Feuerwehrkameraden erhielten einen Funkempfänger.

1973

Ein zweites Großfahrzeug Magirus TLF 16 mit einem Wassertank von 2600 l, welches vom Landkreis finanziert wurde, ist in den Dienst gestellt worden.

1975

Mit großer Freude wurde die langersehnte Drehleiter Magirus DL 30 Empfangen.

1979

Wurde der Vorrausrüstwagen (VRW) von Range Rover mit Rettungsschere für Verkehrsunfälle angeschafft.

1982

Grundsteinlegung des neuen Gerätehauses. Im gleichem Jahr wütete ein Feuerteufel in der Stadt Saulgau.

1984

Umzug mit dem ganzen Fuhrpark der damals aus: Feuerlöschkreiselpumpe KS10 von 05.10.1930 Tanklöschfahrzeug TLF 16/2 von 01.10.1958 Anhänger für Wasserkanone von 25.05.1965 Löschfahrzeug LF16 TS von 29.07.1966 Tanklöschfahrzeug TLF 16/1 von 05.04.1973 Drehleiter DL 30 von 26.03.1975 Ölsanimat zur Trennung von ÖL und Wasser bei Ölunfällen von 01.05.1978 Vorrausrüstwagen für Unfallrettung VRW von 26.04.1979 Heuwehrgerät (Heustocksonde) von 1980 Mannschaftstransportwagen MTW von 18.09.1981 Bestand.

1985

Gerätehaus Einweihung

1989

Großbrand des Anwesen Stetberg, Einsatz mit Geschmückten Fahrzeugen Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz Kreisfahrzeug sowie ein neues Tanklöschfahrzeug

1990

Jubiläumsfeier 60 Jahre Jugendfeuerwehr bad Saulgau

1992

Altes Tanklöschfahrzeug wurde an die Feuerwehr Eilenburg übergeben und dort in Dienst gestellt Vom 1. auf den 2. Weihnachtsfeiertag brannte das Modehaus Vögele Schaden 2 Millionen DM

1994

Großeinsatz nach heftigen Unwetter Überschwemmungen in der Stadt

1995

Kreisfeuerwehrtag in Saulgau. Großbrand Pferdestall bei dem 11 Pferde verbrennen

1996

Beschaffung der Rettungszylinder sowie einen zweiten Rettungssatz für Verkehrsunfälle,  Eisregen, Dauereinsatz über Weihnachtstage

1997

Umbau eines Fahrzeugs das von der Fa. Platz gespendet wurde, der Lichtmast wurde vom Anhänger auf das Fahrgestellt gebaut, Großbrand eines Textilverarbeiteten Betriebs Schaden 1,5 Millionen DM

1998

Fahrzeugweihe Rüstwagen, neugebauter Gerätewagen-Licht und Mannschaftswagen

1999

Sturm Lothar wütet über die Weihnachtsfeiertage

2000

8 Millionen DM Schaden bei einem Großbrand in einer Fensterbaufirma

2001

Fahrzeugweihe Löschgruppenfahrzeug LF16/12 In 950 Arbeitsstunden wird ein gespendeter Sprinter der Fa. Knoll zum Einsatzleitwagen umgebaut Kreisjugendfeuerwehr Zeltlager in Renhardsweiler/Saulgau

2002

Ein MB Sprinter ersetzt den alten Vorausrüstwagen, der alte wird an die Partnerwehr Challais übergeben. Hochwasser im Stadtgebiet der Einsatzdauer  2 Tage Erweiterungsaufbau am Gerätewagen-Licht in Eigenleistung, Gründung der Pressegruppe

2003

Fahrzeugweihe der Neuen Drehleiter DLK 23-12 und des neuen Vorausrüstwagens. Seminar auf Kreisebene in dem Thema der Öffentlichkeitsarbeit

2004

Waldbrandlehrgang in der Partnerstadt Challais

2005

Notarztkoffer der von ortsansässigen Firmen gespendet wurde ist seiner Bestimmung übergeben worden Seminar mit den Kameraden der Feuerwehr Challais, Preis für die Arbeit von der Robert-Bosch Stiftung erhalten, Großbrand in Bogenweiler und in Friedberg Schaden geht in die Millionen

2006

Nach 1300 Arbeitstunden wurde der Umbau des Gerätehauses fertiggestellt und im Sommer der Bevölkerung vorgestellt. Erstellung der Homepage durch die Pressegruppe welche ca. 500 Stunden daran gearbeitet hat bis sie veröffentlicht wurde. 25 Jahrfeier der Partnerschaft mit Challais, und Gründung der neuen Städte Partnerschaft mit Himmelberg in Kärnten. Hochwasser im Landkreis durch die plötzliche Schneeschmelze

2007

Großbrand in Herbertingen der 4 Tage die Feuerwehr forderte, 150 Jahrfeier