Im Rahmen der Jahreshauptübung der Abteilung Fulgenstadt wurde 2026 eine groß angelegte Einsatzübung gemeinsam mit der Abteilung Stadt durchgeführt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten vor Ort das realitätsnahe Szenario und erhielten einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Feuerwehr.
Im Mittelpunkt der Übung stand ein anspruchsvolles Einsatzszenario: Angenommen wurde ein Brand in einem landwirtschaftlichen Gebäude mit mehreren vermissten Personen. Parallel zur Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte weitere Herausforderungen bewältigen, darunter die Rettung eines Pferdes.
Den ersten Einsatzabschnitt übernahm das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser aus Fulgenstadt. Nach einer Lageerkundung wurden umgehend Maßnahmen zur Menschenrettung eingeleitet. Atemschutzgeräteträger gingen in das Gebäude vor, während zeitgleich die Wasserversorgung aufgebaut wurde. Eine Steckleiter kam zur Rettung aus höheren Bereichen zum Einsatz, zusätzlich wurde eine Riegelstellung eingerichtet, um eine Brandausbreitung zu verhindern.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde neben der Hydrantenversorgung auch Wasser aus dem Wagenhauser Bach entnommen. Diese zusätzliche Versorgungsquelle gewährleistete eine stabile Wasserabgabe auch bei einer größeren Einsatzlage.
Die Drohnengruppe der Feuerwehr Bad Saulgau unterstützte die Einsatzleitung aus der Luft. Mithilfe einer Wärmebildkamera konnten Glutnester erkannt und die Suche nach vermissten Personen effizient begleitet werden. Die gewonnenen Bilder wurden in Echtzeit an die Einsatzleitung übertragen.
Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Kräfte und Fahrzeuge der beteiligten Abteilungen in die Einsatzstelle integriert. Die Einsatzleitung koordinierte die einzelnen Abschnitte zentral und stellte ein abgestimmtes Vorgehen aller eingesetzten Kräfte sicher.
Eine besondere Herausforderung stellte die simulierte Rettung eines Pferdes dar, das in ein Gewässer geraten war. Die Rettung erforderte ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Einsatzkräften, Tierhalter und fachkundiger Unterstützung. Mithilfe spezieller Ausrüstung und technischer Mittel konnte das Tier gesichert und gerettet werden.
Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll die Vielfalt der Aufgaben der Feuerwehr, von der Menschenrettung über die Brandbekämpfung bis hin zur technischen Hilfeleistung und Tierrettung. Grundlage hierfür sind eine fundierte Ausbildung sowie das Engagement der ehrenamtlichen Einsatzkräfte.
Die Nachbesprechung der Übung fand anschließend im Pfarrsaal in Fulgenstadt statt. Abteilungskommandant der Abteilung Fulgenstadt, Christian Oehler, konnte dabei zahlreiche Gäste und Einsatzkräfte begrüßen.
In seinen Grußworten lobte der stellvertretende Stadtbrandmeister Frank Wächter den strukturierten und realitätsnahen Übungsablauf sowie die gute Zusammenarbeit der eingesetzten Einheiten. Ortsvorsteher Karl Widmann hob in seiner Ansprache die hohe Wertschätzung gegenüber den ehrenamtlichen Einsatzkräften hervor und würdigte deren Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung.
Christian Oehler bedankte sich abschließend bei allen Einsatzkräften sowie bei allen Beteiligten, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben.
Ein besonderer Dank gilt der Familie Längle für die Bereitstellung des Übungsobjekts.