Am 11. Februar steht europaweit eine der wichtigsten Telefonnummern im Mittelpunkt: die 112.
Sie ist die einheitliche Notrufnummer in ganz Europa und verbindet Hilfesuchende schnell und zuverlässig mit Feuerwehr und Rettungsdienst.
Die 112 ist die Nummer für schnelle, qualifizierte Hilfe – egal ob bei Bränden, Unfällen oder medizinischen Notfällen“, erklärt Stadtbrandmeister Karl-Heinz Dumbeck. „Ein einziger Anruf kann entscheidend sein – und das überall in Europa unter derselben Nummer.“
Wann sollte man den Notruf wählen?
Der Notruf 112 sollte immer dann gewählt werden, wenn eine akute Notlage besteht, zum Beispiel bei:
- Bränden
- schweren Unfällen
- lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen
- anderen Situationen, in denen schnelle Hilfe notwendig ist
Wichtig: Missbräuchlich ausgelöste Notrufe blockieren Einsatzmittel und können in dieser Zeit nicht an anderer Stelle helfen, an der sie benötigt werden.
Niemand muss Angst haben, beim Notruf etwas falsch zu machen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen sind speziell geschult und führen strukturiert durch das Gespräch.
So setzt man einen Notruf richtig ab
Man muss sich keine Merksätze oder Fragenkataloge einprägen. Wichtig ist vor allem: Ruhe bewahren, klar antworten und in der Leitung bleiben.
Typische Fragen der Leitstelle sind unter anderem:
Wo ist etwas passiert?
Eine möglichst genaue Ortsangabe ist entscheidend. Neben Straße und Hausnummer sollte immer auch der Ort genannt werden, da es viele gleichnamige Straßen in verschiedenen Gemeinden gibt.
Was ist passiert?
Je nach Lage – ob Brand, Verkehrsunfall oder medizinischer Notfall – werden unterschiedliche Einsatzkräfte alarmiert.
Warten auf Rückfragen!
Aufregung ist normal. Falls Angaben vergessen wurden, fragt die Leitstelle gezielt nach. Wichtig: Nicht selbst auflegen, sondern warten, bis das Gespräch beendet wird.
Die Notrufabfrage erfolgt in Deutschland in der Regel durch Feuerwehr oder Rettungsdienst. In vielen Leitstellen kann der Notruf auch auf Englisch und insbesondere in Grenzregionen in weiteren Sprachen angenommen werden.
Hilfe bei Sprach- oder Hörbehinderungen
Für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt telefonieren können, stehen zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen unter anderem:
- die Notruf-App „nora“,
- der Tess-Relay-Dienst,
- Notruf-SMS oder das sogenannte Gehörlosenfax.
Der Notruf 112 – auch für Kinder wichtig
Auch Kinder sollten wissen, wie sie im Notfall Hilfe holen können. Der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg hat hierfür kindgerechte Materialien entwickelt. Mit dem Feuerwehr-Löwen Badele und seinem Freund Württele wird spielerisch erklärt, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird.
Ein kurzer Animationsfilm ist hier zu finden:
👉 Animationsfilm
Ein Notruf ist mehr als eine Nummer – er ist der erste Schritt zu schneller Hilfe. Wählen Sie im Notfall die 112.