Brände fordern in Deutschland jedes Jahr rund 300 Todesopfer. Besonders heimtückisch sind Brände, die nachts entstehen: Während des Schlafs nimmt der Mensch weder Rauch noch Brandgeruch wahr. Bereits wenige Atemzüge des entstehenden Brandrauchs können lebensgefährlich sein.
Aus diesem Grund wird jährlich der bundesweite Rauchmeldertag begangen. Im Jahr 2026 fällt dieser auf Freitag, den 13. Februar, sowie zusätzlich auf Freitag, den 13. März. Ziel des Aktionstages ist es, auf die lebensrettende Bedeutung funktionierender Rauchwarnmelder aufmerksam zu machen.
Nach Auswertungen der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ schützen Rauchmelder in Deutschland durchschnittlich mehr als vier Menschen pro Tag vor schweren gesundheitlichen Folgen oder dem Tod.
Der Rauchmeldertag ist eine gute Gelegenheit, die eigenen Geräte zu kontrollieren und das Thema Brandschutz wieder ins Bewusstsein zu rufen.
Frühzeitige Warnung verschafft wertvolle Zeit
Rauchmelder sind unscheinbar, spielen im Brandfall jedoch eine entscheidende Rolle. Sie schlagen Alarm, noch bevor sich gefährlicher Rauch im Raum ausbreitet, und ermöglichen es den Bewohnerinnen und Bewohnern, rechtzeitig zu fliehen und die Feuerwehr zu verständigen.
Nicht die Flammen selbst stellen meist die größte Gefahr dar, sondern der toxische Brandrauch. Schon eine kurze Rauchgasinhalation kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Brände entstehen dabei keineswegs ausschließlich durch Unachtsamkeit – häufig sind auch technische Defekte die Ursache.
Gesetzliche Vorgaben in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg ist der Einbau von Rauchwarnmeldern gesetzlich vorgeschrieben:
- für Neubauten seit 2013
- für bestehende Wohngebäude seit 2014
Rauchwarnmelder müssen in:
- Schlafräumen (auch Kinder- und Gästezimmern)
- Fluren, die als Rettungswege dienen
installiert sein.
Die Feuerwehr Bad Saulgau empfiehlt zusätzlich die Anbringung in Wohnräumen, um den Schutz weiter zu erhöhen.
Vorbereitung auf den Brandfall
Kommt es zu einem Brand, bleibt meist nur sehr wenig Zeit. Nach dem Auslösen eines Rauchmelders stehen in vielen Fällen weniger als zwei Minuten zur Verfügung, um sich in Sicherheit zu bringen. Besonders nachts ist die Situation für Betroffene äußerst belastend.
Die Feuerwehr rät daher, sich frühzeitig Gedanken über das richtige Verhalten zu machen und gemeinsam mit der Familie einen einfachen Notfallplan zu besprechen.
Brandschutzwissen – auch für Kinder verständlich erklärt
Der Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg stellt einen Animationsfilm zur Verfügung, in dem der Feuerwehr-Löwe Badele und sein Freund Württele anschaulich erklären, wie man sich bei einem Brand richtig verhält.
🎥 Abrufbar auf dem YouTube-Kanal des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg:
YouTube-Kanal Landesfeuerwehrverband
Prüfen Sie Ihre Rauchwarnmelder regelmäßig – sie können im entscheidenden Moment Leben retten.