ausströmendes Gas

ausströmendes Gas

11.02.2017 - 09:23

Einsatzbericht:

Starker Gasgeruch im Bereich des Klösterles in der Innenstadt Bad Saulgau rief die Feuerwehr auf den Plan. Nach Eintreffen und Erkundung durch Einsatzleiter Karl-Heinz Dumbeck wurde der Gasgeruch bestätigt und nicht nur im Außenbereich, sondern auch im Gebäude selbst lokalisiert.

Daraufhin wurden die Räumlichkeiten des in den Räumlichkeiten befindlichen Schüler-Forschungszentrums (SFZ) evakuiert und insgesamt 14 Personen in Sicherheit gebracht. Zudem wurden weitere Kräfte der Stützpunktwehr nachalarmiert, um das weitere Ausmaß zu lokalisieren und die Gefahren einzudämmen. Die Besucher der im angrenzenden Stadtforum stattfindenden Angler-Messe mussten den Eingangs- und Gefahrenbereich räumen, da zwischenzeitlich eingeleitete Messungen eine explosionsgefährdende Gas-Luft-Mischung im Außen- und Kanalisationsbereich erbrachten. Eine Räumung des Stadtforums war jedoch nicht notwendig. Die hinzugezogenen Mitarbeiter der Stadtwerke Bad Saulgau konnten zeitnah den Gasaustritt im Erdreich des Außenbereich lokalisieren. 
Mangels Abschiebermöglichkeiten wurde ein Bauunternehmen beauftragt, um den Bereich der betroffenen Gasleitung per schwerem Gerät zu öffnen und dadurch den Zugang für die Stadtwerke zu schaffen.
Die Aufgabe der Feuerwehr war es den gesamten Bereich großräumig abzusperren, mittels mehreren Drucklüftern die Gefahr durch das weiterhin ausströmende Gas zu senken und parallel den Brandschutz sicherzustellen. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz standen zum Eingreifen parat.

Aufgrund des hohen Personalbedarfs wurden nach und nach die Abteilungen Bogenweiler und Braunenweiler - später auch die Abteilung Hochberg-Lampertsweiler, sowie die Löschgruppe Fulgenstadt nachalarmiert. Die Aufgabe der nachalarmierten Kräfte und Fahrzeuge bestand zum einen die Wachbesetzung des mittlerweile nahezu verwaisten Feuerwehrhauses in Bad Saulgau, um eventuelle Folge- bzw. Paralleleinsätze zu übernehmen  - aber auch um weitere Einsatzkräfte unter Atemschutz für die Einsatzstelle zu liefern. Zweitweise befanden sich bis zu vier Trupps unter Atemschutz im Gefahrenbereich.

Die Bewohner der Häuser im Umkreis der Gefahrenstelle wurde per Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr und der Polizei, sowie durch Rundfunkmeldungen aufgefordert sicherheitshalber Türen und Fenster geschlossen zu halten. Parallel erfolgte Messungen im Stadtgebiet erbrachten jedoch mehrfach keinerlei gefährlichen Konzentrationen ausserhalb der Schadensstelle. 
Daher konnte auch der direkt angrenzende Bahnverkehr ohne Einschränkungen weiterlaufen.

Zur Sicherstellung des Sanitätsdienstes - im weiteren Verlauf auch zur Verpflegung der Einsatzkräfte - befand sich die DRK-Bereitschaft mit mehreren Kräften an der Einsatzstelle.

Auch der technische Leiter der Stadtwerke - Herr J. Übelhör - war vor Ort und koordinierte die Maßnahmen.
Die Freilegung der Leitung erbrachte eine durchspießte Gasleitung aufgrund Einbringung eines Parkplatzschildes im Außenbereich des Klösterles. Durch diese Leckage drang das Gas ins Erdreich und wenig später ins Freie und in die Kanalisation. Die Mitarbeiter der Stadtwerke konnte die Leitung stilllegen und dadurch den weiteren Gasaustritt stoppen. Anschließende Messungen erbrachten die lang ersehnte Entwarnung für den gesamten Bereich. So konnte die Feuerwehr gegen späten Nachmittag die Einsatzstelle nach und verlassen und den Stadtwerken als Betreiber übergeben.
Die Einsatzleitung wurde durch den stellv. Kreisbrandmeister Dieter Müller unterstützt. Zudem befanden sich mehrere Kräfte der Polizei vor Ort.

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